Biogeographie Zusammenfassung für Schule und Gymnasium

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Biogeographie

Gliederung:

  • Definition
  • Kontinentalverschiebung nach Wegener
  • Endemiten: Lemuren, Darwinfinken, Beuteltiere
  • Einteilung der Säugetiere und Ursachen bzw. Konsequenzen
  • Beispiel Pferde

Definition

Kontinentalverschiebungstheorie

Die Idee, dass unsere heutigen Kontinente früher einen Urkontinent bildeten, ist keine neue Idee. Doch wie kam es zu diesem Gedanken? 1858 hat der französische Geograph Antonio Snider Pellegrini eine Karte des Urkontinents erstellt.

Endemiten

Endemiten sind Arten von Tieren und Pflanzen, die weltweit nur in einem bestimmten Gebiet vorkommen (z.B. See, Insel). Die jeweiligen Gebiete werden endemisch genannt.

Voraussetzung dafür ist die geographische Isolation: Bei Inseln ist das etwa die räumliche Trennung der Inseln voneinander und vom Festland

Es gibt zwei Typen von Endemiten:

  • Reliktendemiten (Paläoendemiten)
  • Entstehungsendemismus (Neoendemismus)

Einteilung der Säugetiere und Ursachen bzw. Konsequenzen – Australien

Säugetiere (Mammalia) sind eine Klasse der Wirbeltiere. Es gibt etwa 4500 Arten von Säugetieren, während über 1 Mio. Insekten, 20.000 Fisch- und 8600 Vogelarten existieren. Es gibt grundsätzlich drei Unterklassen von Säugetieren:

  • Kloakentiere (Monotremata)
    dazu zählen z.B. Schnabeltier und Ameisenigel
    nur auf Australien und Tasmanien
  • Beutelsäuger (Metatheria)
    dazu zählen z.B. Kangarooh und Koala
    größtenteils im australischen Raum, sehr wenig Amerika
  • Höhere Säugetiere bzw. Plazentatiere (Eutheria)
    dazu zählen z.B. Elefanten und Füchse
    nicht auf Australien, auf anderen Teilen der Welt verbreitet

Auf Australien nur Mäuse und Fledermäuse als Plazentatiere, evtl. über Stürme oder Treibholz nach Australien gekommen. Welchen Grund hat die ungleiche Verteilung der Säugetiere?

Geologische Entwicklung mit der Abstammungslehre: Australien wurde in gegen Ende der Kreidezeit (vor ca. 70 Millionen Jahren) von restlichen Kontinenten getrennt. Kloaken- und Beutelteile sind aus dieser Zeit durch Fossilien aus anderen Teilen der Welt belegt. Plazentatiere entstanden außerhalb Australiens und erreichten den Kontinent nicht mehr.

Da es keine höheren Säugetiere auf Australien gab, konnten sich Beutelsäuger und Kloakentiere ungestört entwickelt. Auf anderen Teilen der Welt wurden sie durch die höheren Säugetiere verdrängt.

 

 

Die Biographie erklärt am Beispiel des Pferdes

Was Biogeographie ganz praktisch bedeutet, wird nun am Beispiel des Pferdes gezeigt – denn wie alle Lebewesen habe sich auch Pferde im Laufe der Evolution weiterentwickelt und ihre Lebensräume angepasst:

Kurz möchten wir uns davor die Systematik der Pferde anschauen: Pferde gehören zur Gruppe der höheren Säugetiere und gehören der Ordnung der Unpaarhufer an. Unpaarhufer sind Säugetiere, die eine ungerade Anzahl an Zehen haben – zu den Unpaarhufern zählen neben Pferden auch Nashörner und Tapire.

  1. Die heute bekannte Urform der Pferde – Hyracotherium – lebte vor ca. 50 Millionen Jahren. Sie besiedelten Eurasien und Nordamerika. Ganz links in der Abbildung sehen wir diese ausgestorbene Gattung.

(Quelle: http://www.angelfire.com/mi/dinosaurs/images/horse/horse.jpg, zul. abgerufen am 02.02.2018)

Das Tier hatte eine Schulterhöhe von etwa 20cm und somit vergleichbar zur Größe eines Fuchses. Die Zähne waren an die weiche Pflanzennahrung wie Blätter angepasst, denn die Hyracotherium leben vor allen in sumpfigen Wäldern.

  1. Durch ein trockeneres Klima und zunehmende Steppenlandschaften setzten sich die Mesohippus durch, das zweite pferdeartige Lebewesen von links. Es lebte vor 40 bis 20 Millionen Jahren. Das Mesohippus lebte in Nordamerika und entwickelte neben eine deutlich höhere Schulterhöhe von 60cm Ansätze von Schneidezähne. Damit konnte das Mesohippus auch Gras essen.

Es hat sich an den neuen Lebensraum – die Steppe – angepasst. Das ist ein Beweis für die darwinistische Evolutionstheorie, denn nur die Pferde, die sich an die neuen Lebensbedingungen anpassen konnten (hier die grasreichen Steppen), haben längere Zeit überlebt.

  1. Das Merychippus lebte vor 15 bis 10 Millionen Jahren: Es hatte härtere Zähne mit höheren Kronen, um Gras zu zermahlen, das mit Sand und Staub bedeckt war – eine weitere Anpassung an die dürre Steppenlandschaft. Es hatte Hufen und je nach Spezies unterschiedlich Seitenzählängen.
  2. Das Pliohippus war ca. 1,25m groß und lebte zwischen 16 bis 5 Millionen Jahren. Es hatte deutliche Ähnlichkeit zum heutigen Pferd. Es hatte ebenfalls nur einen Zeh und konnte sich somit schneller auf dem harten Steppenboden fortbewegen.
  3. Das heutige Pferd, Equus, umfasst mehrere Pferdearten: Unter anderem das Hauspferd, aber euch den afrikanischen Esel und das Steppenzebra.

Die meisten wilden Pferde besiedeln heute Teile Ost- und Südafrikas sowie Bereiche in Asien. Das Ursprungsgebiet ist Nordamerika, durch die Landbrücke (zwischen Alaska und Zentralasien) kam das Pferd nach Eurasien und Afrika. Die Entwicklung des Pferdes hatte viele Sackgassen und Seitenzweige. Es handelte sich nicht um eine geradlinige Entwicklung (Anagenese), sondern um verschiedene Evolutionsschritte, die zum Teil wieder rückgängig gemacht wurden und zwischen den Spezies coexistieren (Cladogenese) – Zusammenfassen können wir, dass sich die Pferde an das veränderte Klima angepasst haben

Quellen:

https://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/13/pferd.htm zul. abgerufen am 02.02.2018

http://www.wissenueberpferde.de/wissen/evolution.html, zul. abgerufen am 02.02.2018

http://www.fr.de/wissen/pferde-evolution-wie-das-klima-die-pferde-schrumpfte-a-836877, zul. abgerufen am 02.02.2018

http://www.mybude.com/saugetiere/1737-einteilung-der-saugetiere.html, zul. abgerufen am 02.02.2018

https://www.brunoschneider.ch/1PDF/Systematik-Wirbeltiere.pdf, zul. abgerufen am 02.02.2018

http://www.biologischevielfalt.at/ms/chm_biodiv_home/chm_jugendseite/chm_jugend_endemisch/, zul. abgerufen am 04.02.2018

http://www.icr.org/i/wide/pangea_australia_wide.jpg, zul. abgerufen am 04.02.2018

 

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