Stoffsammlung „An den Mond“ (J. W. Göthe) und „Mondnacht“ (G. Kunert)

„An den Mond“ (J. W. Göthe) und „Mondnacht“ (G. Kunert)
Gemeinsamkeit: Motiv des Mondes und Mondwahrnehmung

AspektGötheKuhnertDeutung
FormalLyrisch, metrisch gebundene Sprache
Symmetrische Strophen a 4 Verse
Regelmäßige Kreuzreime, Trohäus
Unregelmäßige Form
Fehlende Satzzeichen über gesamten Text
Keine Reime
Kuhnert: Prosaisches, nüchternes, dadurch insgesamt resigniert wirkendendes Gedicht ohne Göthes emotionalen Schwärmen von  Natur
Äußere Naturbeschreibung u. GrundstimmungAnmutig, elegant, unberührt (wie im „Fluss“..)Bedrohlich, kalt, lebensfeindlich Kuhnert: Negative, desillusionierte Stimmung
Göthe, Kontrast zu Göthes positive Stimmung einer bewundernswerten, freundlichen Natur
Beziehung lyr. Ich zum MondFreundschaftliche Beziehung (Mond wird u.a. im Titel direkt adressiert)
Trost- und haltspendend (Mond als Befreier aus alten Sorgen, „lösest (…) meine Seele ganz“)
Zuverlässig
Entfremdet und entfernt, Mond nicht mehr für Menschen zugänglichKuhnert: Mond erfüllt nicht von Göthe aufgeführte Aspekte (Orientation, Halt, Zutrauen), dadurch Orientierungslosigkeit
Charakterisierung des lyr. IchsIn emotionalem Ausnahezustand durch Verlust einer wichtigen Bezugsperson, dadurch Einsam und in „quälendem“ Gefühlschaos,
Steigert sich in Verlusterlebnis hinein (Wiederholung von „Nimmer“ und Ausruf)
Mensch größenwahnsinnig und realitätsfern Wesen, das in einer wahnsinnigen Welt Halt suchtKuhnert: Fortschrittlicher Mensch auf Suche nach Halt in technokratischer Welt, während Göthe soziale Probleme hat

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