Verhaltensontogenese Biologie Gymnasium Zusammenfassung

Verhaltensontogenese

  1. Definition
  • Verhaltensontogenese = Entstehung, Entwicklung und Veränderung von Verhalten eines Individuums
  • Verhalten = Anpassung eines Organismus an die Umwelt
  • Unterschied: Angeborenes und erlerntes Verhalten
  • Verhalten ist Zusammenspiel von angeborenen und erlernten Faktoren

2.1 Angeborenes Verhalten

  • Genetisch „mitgegeben“, Lernen spielt keine Rolle
  • Angeborene Verhaltensweisen manchmal nichts sofort da, erst nach Reifen (siehe z.B. Fortpflanzungsverhalten nach Geschlechtsreife)
  • Beispiel: Küken kann sofort koordiniert und sicher schwimmen
  • Artspezifische Verhaltensweisen: Individuen einer Art zeigen gleiche Verhaltensweisen

2.2 Erlerntes Verhalten

  • Sinnesorgane nehmen Informationen über Umwelt auf, Verhalten wird an jeweilige Umweltbedingungen angepasst

2.3 Nachweis von erlerntem Verhalten

  • Kaspar-Hauser-Versuch: Individuum reizarm erzogen, dadurch vom Lernen gehindert, wenn sich artspezifisches Verhalten zeigt = Angeborenes Verhalten
  • Küken: Verbessern Pickgenauigkeit mit jedem Tag, nun: Küken reizarm im Dunkeln aufgewachsen, sie verbessern trotzdem ihre Pickgenauigkeit: Nicht durch Lernen, sondern durch Reifen
  1. Lerndisposition
  • Genetisch vorgegebenes, begrenztes Lernvermögen (Informationsaufnahme-/Verarbeitung)

3.1 Lernen durch Nachahmung

  • Werden beobachtete Verhaltensweisen von anderen Individuen übernommen, spricht man von Lernen durch Nachahmung

3.2 Prägung

  • Lernvorgang, der dem Erwerb sozialer Verhaltensweisen dient, z.B. Kommunikation oder Nachlaufen, aber auch Objektprägung und sexuelle Prägung

3.3 Prägungsartige Vorgänge

  • Lachse wandern als Jungtiere ins Meer und kehren später zum Ablaichen wieder ins Heimgewässer zurück, wobei sie sich geruchlich orientieren

 

Beginnen sie damit, ihren Suchbegriff oben einzugeben und drücken sie Enter für die Suche. Drücken sie ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben